Ich sehe das nach fast 3 Jahren Erfahrung inzwischen ganz anders. Als Besitzer einer PV-Anlage habe ich zunächst auch daran gedacht, die technisch aufwändige Überschussladung zu favorisieren. Was mir daran nicht gefällt ist die Abgängigkeit von der Sonne, die hier in Nordniedersachsen nicht so oft scheint und der deutlich höhere Kostenaufwand. Ich möchte laden wenn der Akku leer ist.
Mein Stromanbieter gestattet mir einen jährlichen Eigenverbrauch von 6750 kWh für 0 Cent (Tag und Nacht) und meine Wallbox, die bis 22 kW schafft, kostet keine 600 €. Da macht es auch nichts, wenn die mal defekt ist, da sie für kleines Geld ersetzbar ist. Sollte ich mehr Strom brauchen, zahle ich 24 Cent pro kWh. Alle anderen Lösungen sind mir zu kompliziert. Es geht doch nur darum, das Auto fahrbereit zu halten. Ich bin selbst Elektroniker, möchte aber nicht eine Sekunde mehr als nötig (und damit auch keinen Cent mehr als nötig) für den Fahrzeugunterhalt aufbringen. E-Autos sind ohnehin noch viel zu teuer, warum dann auch noch die Betriebskosten selbst erhöhen? Übrigens die Förderung von Fahrzeug und Wallbox nützt da gar nichts, da die schon von den Herstellern eingepreist ist. Die Bauteile in einer Wallbox kosten kaum mehr als 260 € inkl. FI, Kabel und Stecker.
Ich weiß, dass ich hier eine kontroverse Diskussion auslöse, erinnere mich aber gern daran, wie Leute verspottet wurden, wenn sie 12 km zu einer Tankstelle gefahren sind, wo das Benzin 2 Cent günstiger war. ![]()