So, also vermutlich werde ich mich wieder für einige Monate hier ausklinken, da ich es dann nicht mehr länger ertrage.
War heute mal persönlich beim Autohaus, um auch wegen der BAFA Differenz nachzuhaken und bin fast vom Stuhl gefallen:
1. Mein Fahrzeug hat einen bestätigten Liefertermin zwischen 10/2023 und 11/2023, also insgesamt 2 Jahre Lieferzeit, d.h. ein Jahr länger als geplant.
2. Es gibt keine Einplanung mehr
3. Der Verkaufsleiter hat ziemlich deutlich durchklingen lassen, dass ein Großteil der Lieferzeit auf das nicht bestellte Navi geht, wie von mir bereits ja auch gedacht. Dazu muss man jedoch sagen, dass ich Anfang Januar 2022, also kurz nach der Bestellbestätigung, noch einmal eine Mail ans Autohaus geschrieben hatte, in der ich meine Bedenken wegen der fehlenden Software für Autos ohne Navi geäußert hatte und fragte, ob man es nachbestellen kann. Daraufhin rief mich der Verkäufer an und sagte, dass wir es auf keinen Fall machen sollen, um den Platz in der Reihenfolge nicht zu verlieren. Ich sagte damals, dass ich das von keiner Fahrzeugbestellung bisher so kenne, dass man noch ohne Einplanung nichts mehr ändern darf, aber angeblich wäre es so. Natürlich hat er das so am Telefon gesagt und nicht schriftlich beantwortet, weil er zu faul zum Tippen ist / war und immer nur angerufen hat, wenn ich ihm geschrieben habe. Der Verkaufsleiter sagte mir dann vorhin, dass wir natürlich jetzt noch das Navi hinzunehmen können, um dann zu sehen, ob sich etwas bei der Einplanung tut. Wenn nicht, dann könne man es auch noch unproblematisch wieder entfernen. Was für ein schlechter Witz ist das denn bitte? Zudem sagte er, dass er da jetzt auch nichts machen wegen des Fehlers des Verkäufers, weil wir ja nichts schriftlich haben. Es wäre dementsprechend unser Fehler. Da dachte ich, dass ich platzen muss. Das bedeutet ja, dass der Verkaufsleiter über die eigenen Mitarbeiter sagt, dass man ihnen nicht trauen kann und immer alles schriftlich einfordern muss. Genau deswegen sind wir doch zu einem Familienunternehmen in der Nähe gegangen, welches seit Jahrzehnten existiert. Also ganz ehrlich, ja, natürlich war es dämlich, dass wir es nicht noch einmal im Januar schriftlich eingefordert haben, aber damals konnte man so etwas nun wirklich nicht ahnen. Es hieß ja, dass ab KW24 2022 Autos ohne Navi produziert würden und damit dachten wir, dass es dann halt notfalls das eine (angekündigte) Jahr dauern würde. Aber zwei Jahre???
4. Das bedeutet jetzt, dass ich das Übergangsauto nicht im Februar verkaufen kann, was natürlich bei derzeit sich verschlechterndem Markt auch gleich mal einige tausend Euro ausmachen kann bzw. wird. Damit wird der Enyaq dann am Ende möglicherweise auch über Budget sein und wir müssen notfalls stornieren, oder ihn direkt weiterverkaufen, wenn es sich am Markt noch lohnen sollte.
Nachdem es schon ziemlich ernüchternd war, als es neulich noch hieß, dass das Auto erst im Juli käme, ist mir jetzt endgültig die Lust auf das Auto vergangen. Irgendwie fühle ich mich wie in einem schlechten Film und am Ende weiß ich auch überhaupt nicht, was ich denn jetzt genau verbrochen habe. Ich hätte auch gerne mal früher den bestätigten Liefertermin gewusst, nicht erst heute auf mein Drängen hin, sondern vom Autohaus aus.
Schlussfolgerung: nachdem wir vor 8 Jahren bereits Ärger mit den Lieferzeiten für den Octavia RS hatten, aber dachten es liegt am Vermittler, haben wir dieses Mal gelernt, dass wir auf jeden Fall die Marke Skoda und auch den gesamten VW-Konzern in Zukunft meiden werden. Darüber hinaus werde ich auch ganz offen meine Meinung zur Ungleichbehandlung bei Skoda in die ganze Welt hinaus tragen, sollte man nicht einmal wegen der BAFA Prämie etwas tun. Es ist schon unglaublich, dass man dann einfach so ein ganzes Jahr länger warten soll bzw. es ist ja noch nicht einmal klar, ob er dann am Ende nach zwei Jahren überhaupt kommen würde, es gibt ja nicht einmal mehr eine Einplanung.