Man sollte jedoch eingestehen, dass vor allem Tesla zeigt, dass Leistung und sparsamer Verbrauch nicht in einem so großen Widerspruch stehen wie beim Verbrenner. Audi und Porsche müssen an dem Punkt noch optimieren oder umsteuern.
Jahrelang bin ich gern A2 gefahren. Neben der Qualität genoss ich auch den geringen Verbrauch (3,6L/100 waren möglich). Jedoch ist heute ein Superb 1.9TDI genauso sparsam unterwegs, wenn man es wirklich durchzieht. Vmax. von 100 km/h versteht sich von selbst. Im unteren Teillastbereich (< 50km/h) steigt der Verbrauch jedoch über die Maßen. Dies kann man sogar in den Herstellerangaben lesen.
Fazit: Ein Geschwindigkeitslimit macht schon lange Sinn, wenn man Energie sparen möchte. Jedoch kann man den Teillastbereich von Verbrennern nur noch gering und mit großem Aufwand verbessern. Man muss hier weiter den Weg des downsizing gehen. Einfach einen 1.0l Diesel in einen großen Kombi bauen.
Beim e-motor ist die Physik auch bekannt. Jedoch ist kurzzeitige Spitzenleistung gut zu realisieren ohne die durchschnittliche Effizienz zu sehr zu gefährden. Ein Model S gibt beim dritten Sprint von 0 auf 100 in Folge allmählich auf. Ein Porsche nicht. Er kann alles geben, bis der Akku leer ist. Der Porsche erkauft sich dies anscheinend mit geringerer Reichweite. Man kann also verschiedene Konzepte finden, die beide auch für eine gewisse Zeit schnell sind.
Nun frage ich mich, warum sollten wir schwach motorisierte e-Mobile bauen. Anhänger können die dann nicht mehr in Bewegung bringen.
Und beim Geschwindigkeitslimit? Das wurde hier schon oft kommentiert.... Schneller als 130 kurz auch einmal 160 fährt kaum noch einer. Noch ein wenig mehr Fahrzeuge auf unseren Straßen und das schnellere Fahren hat sich ohnehin überlebt. Ein Mittel zur Unfallvermeidung bleib es dann eventuell noch. Aber wer schnell fahren will, ließ sich durch regeln nicht unbedingt bremsen.