Ich werfe mal eine recht radikale Meinung in den Ring:
Ich halte von dem Verbrennerverbot 2035 nichts.
Denn, es ist: zu spät und zu schwach
Das Klima wird nicht dadurch gerettet, dass wir 50 Mio verbrenner-PKW durch 50 Mio Elektroautos austauschen. Wir müssen die 50 Mio Verbrenner durch 20 Mio Elektroautos ersetzen. Ich möchte, dass meine Enkel wieder unbesorgt im Wohngebiet auf der Straße spielen können und ich sie auch schon in der Grundschule alleine zu Fuss schicken kann. Ohne dass man angst haben muss, dass sie auf dem Parkplatz totgefahren werden. https://www.rundschau-online.d…3401294?cb=1655199689858&
Das könnte man z.B. dadurch erreichen, dass ich ein Auto nur noch anmelden kann, wenn ich nen Parkplatz nachweisen kann. Laternenparken? Fällt aus, bzw. ist dann für Handwerker etc. frei. Ich habe auf meinem Firmengeländer nur 10 Parkplätze für 30 Mitarbeiter? Dann muss ich als Firma mindestens 20 Mitarbeitern kostenlos die Fahrkarte bereitstellen. Bei Neubauten und Sanierungen: Jeder Parkplatz muss zumindest mit 3,6kW ladefähig sein. Nachrüstpflicht für vorhanden Parkplätze. Ausnahmen nur begründet. z.B. Nachrüstung kostet über 10% des Neuwagenpreises des Autos (für den der Stellplatz ist, siehe oben) Tja, kaufst du dir nen teuren Porsche musste halt 15.000 in die Wallbox investieren. Pech gehabt. Kauf dir halt nen kleiners Auto.
Fahrzeuge wie Audi SQ7 und Mercedes Mercedes-AMG SL 63? Fällt aus, weil wegen is nicht. Nicht die Flottenemission ist wichtig. Jedes einzelne Fahrzeug muss unter, sagen wir mal 120g/km CO2 ausstoßen. Jedes Jahr wirds 3% weniger.
Autofrei Innenstädte, City-Maut in der "erweiterten Innenstadt".
Kostenloser ÖPNV. Fernverkehr muss günstiger sein, als ne Flugreise. ÖPNV weiter ausbauen, mehr Direktverbindungen. (In HH geht Jede S- und U-Bahn durch den Hauptbahnhof. wenn ich von Süd-Westen nach Nord-Westen will, gibts keine Gerade Linie, sondern ich muss immer durch den zentralen Knoten...)
Das bedarf aber einem gesamtwirtschaftlichem Umdenken. Ich erinnere nur an den Club of Rome 1972. Es kann kein grenzenloses Wachstum bei begrenzten Ressourcen geben. Wir können nur noch weiter wachsen, indem wir die ärmeren Länder weiter ausbeuten und unterdrücken. Wir brauchen eine Wirtschaft, die nicht mehr auf stetiges Wachstum ausgelegt ist. Ein umdenken in der Arbeitswelt ist aber auch notwendig. Büroarbeit an zentralen Firmen-Liegenschaften? Du hast keinen Kundenkontakt? Dann fällt das aus. Muss ja nicht gleich Home-Office sein. Co-Workingspaces beim Bauern im Dorf neben der Getreidescheune. 80 km, um ins Büro zu fahren, um dort den ganzen Tag in meine zwei Monitore zu glotzen? Gibts nicht mehr.
Kleinstadt-Kita, die nur Betreuungszeiten von 8:00 bis 12:30 anbieten? Abgelehnt. Hallo? 1970 hat angerufen und will seine Kindergarten-Zeiten zurück haben. Flexibilität ist angesagt.
Wir müssen sofort mit weitreichenden Maßnahmen beginnen. Nicht erst in in paar Jahren. So dinge, wie bsp. in NRW: Mindestabstand zu Wohnbebauung: Tagebau mit Sprengung: 300m. Windrad: 1000m.
Kleine Milchmädchenrechnung: Wir haben 13.000km Autobahnen in Deutschland. Wir stellen sofort alle 500m ein Windrad auf. Das sind 26.000 Windräder. mal 6 MW macht das 156 GW. Sowas wie 10H in Bayern findet einfach nicht statt. Das alles muss sofort beginnen. Da ist ein Verbrennerverbot 2035 schlicht und ergreifend zu spät.
So, jetzt haut mich 