Beiträge von TeuMo

    Nach rund 10.000 Kilometern mit meinem Skoda Enyaq 85 möchte ich meine Erfahrungen teilen, vor allem zum Verbrauch und zur Alltagstauglichkeit. Vielleicht hilft es ja Leuten, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Wollte dafür jetzt keinen eigenen Threads aufmachen.

    Meine Ausgangssituation:

    Ich fahre den Enyaq 85 als Dienstwagen. Er ist kein klassischer Außendienstwagen, sondern eher ein Gehaltsbonus. Ein sehr wichtiges Detail dabei: Ich habe eine DKV-Ladekarte.

    Ich wohne in einer Stadtwohnung und habe keine Lademöglichkeit zu Hause. Laden kann ich auf der Arbeit, bin dort aber nur etwa 1–2 Tage pro Woche im Büro.

    Langstrecke geschäftlich: Ostwestfalen – Mailand (November)

    Im November bin ich geschäftlich von Ostwestfalen nach Mailand gefahren – am Stück, ohne Übernachtung. Die Fahrt war insgesamt entspannt und problemlos.

    Alle 2–3 Stunden eine Ladepause zu machen, hat mich überhaupt nicht gestört. Ich fahre auf der Autobahn in der Regel mit Tempomat 130 km/h, wo es erlaubt ist.

    Die Rückfahrt war allerdings deutlich nerviger:

    Einige Lader direkt an der Autobahn haben nur mit 30–50 kW geladen. Das hat die Reise unnötig verlängert und war frustrierend. Seitdem meide ich klassische Autobahnraststätten und lade lieber an Autohöfen oder ähnlichen Standorten, wo man meist deutlich schneller laden kann.

    Private Reise: Ostwestfalen – Savona (Italien) mit Fahrrad auf dem Heckträger

    Die Hinreise war trotz Minusgraden sehr entspannt. Wir haben etwa alle 250 km (2–3 Stunden) geladen – das empfanden wir als völlig unproblematisch.

    Zwischenstopp mit Übernachtung in der Schweiz, allerdings nicht wegen des E-Autos. Das haben wir früher mit dem Verbrenner genauso gemacht. Positiv: Direkt am Hotel gab es einen Schnelllader, sodass wir morgens fast mit 100 % gestartet sind.

    Die Weiterfahrt von der Schweiz nach Savona mit nur einem Ladestopp war absolut problemlos und gefühlt kein Unterschied zum Verbrenner.

    Der Verbrauch lag bei etwa 23 kWh/100 km.

    Die Rückreise war dann eine andere Geschichte:

    Durch Schnee und Salz auf der Straße haben wir das Fahrrad auf dem Heckträger mit einem Cover geschützt. Dieses Cover wirkte aerodynamisch wie ein Segel.

    Minusgrade + zusätzlicher Luftwiderstand = Worst Case für jedes E-Auto.

    Der Verbrauch lag hier bei 28–29 kWh/100 km, trotz Tempomat mit maximal 120 km/h.

    Erschwerend kam hinzu, dass unser Zwischenstopp-Hotel diesmal keine Lademöglichkeit hatte. Insgesamt wurde die Rückfahrt dadurch deutlich zäher. Zusätzlich sind die Ladestationen in Italien südlich von Mailand spürbar dünner gesät, was die Planung anspruchsvoller macht.

    Alltag & Verbrauch

    Im Alltag ist der Enyaq für mich eine Umstellung, aber insgesamt gut machbar. Mit einer Ladestation zu Hause hätte ich vermutlich gar keinen echten Nachteil.

    Mein durchschnittlicher Alltagsverbrauch liegt bei etwa 21 kWh/100 km.

    Fazit

    Unterm Strich: Schönes Auto, ich bereue die Entscheidung nicht.

    Ein entscheidender Punkt für mich ist allerdings die DKV-Ladekarte. Dadurch muss ich mir keine Gedanken machen, wo ich lade und was es kostet.

    Ohne diesen Benefit würde ich mir den Umstieg auf einen Enyaq mehr als doppelt überlegen. Ja, mir ist klar, dass es im Sommer besser wird – und ja, ich habe heute vermutlich den Worst Case erlebt.

    Aber genau das spiegelt eben auch mein Nutzungsprofil wider.

    Wie befürchtet dauerte es ein wenig.

    Ein defektes ICCU hat diverse Steuergeräte mitgenommen und die Pyrosicherung ausgelöst. Hat dann jetzt fast 5 Wochen gedauert. Wobei ich die letzten 3 Wochen im Urlaub ohne Auto war und ich es auch nicht brauchte. Das Autohaus wusste also, dass sie sich nicht eilen müssen. Wäre sonst vielleicht schneller gegangen.


    Bald steht das erste AC Laden an, fast ein wenig Angst davor 😁

    Heute an meinem 30 Std alten Enyaq erstmalig AC Wallbox angeschlossen und das Auto hat sich mit einem Klong, ähnlich wie eine Sicherung die rausspringt verabschiedet. Wallbox würde ich ausschließen, denn nachdem wir dort die Sicherungen im Haus wieder rein gemacht haben hat sie ein anderes Auto normal geladen.


    Ladekabel ließ sich nur mit notentriegelung entfernen und diverse Hinweise auf ein nicht korrekt funktionierendes Antriebssystem hat den Auto eine Freifahrt auf dem Abschleppdienst beschert.


    Die DC Ladung vorher auf 80 Prozent hat am Schnelllader problemlos geklappt.


    Hab im Grunde genommen zwei Fragen:


    Hat das schon mal jemand gehabt?


    Und...


    Kann es sein das ich als Anfänger irgendwas falsch gemacht habe?



    Der E Fahrer Nachbar war aber ebenfalls dabei und kann es sich nicht erklären. Hat vor allem es noch nie erlebt das es selbst die Sicherungen im Haus rausgeoorgelt hat.

    Eigentlich wollte ich den Wartesaal verlassen, nachdem ich meinen gestern in Empfang genommen habe. Heute nach einer kurzen AB Fahrt mal zum testen an den Schnelllader, völlig problemlos. Dann daheim an die Wallbox des Nachbarn welche mitbenutzt werden soll, eigentlich nur um den RFID Chip zu testen. Gab ein ordentliches Klong, meiner Meinung aus dem Enyaq und alle Sicherungen der Zuleitung raus, und das Fahrzeug rührt sich nicht mehr. Mit viel betteln und notentriegelung noch auf den Abschleppdienst bekommen. Kein guter Start...

    Meiner kommt erst in zwei Wochen und es dürfte kaum der Standard User Case für die meisten hier sein, aber bin gerade zum Flughafen Madrid in einem 85er gefahren.


    Die Daten vom Display:


    4 Stunden Fahrzeit

    50km/h Schnitt (also vermutlich alles in der Stadt)

    200km Strecke


    Verbrauch 14,5


    Klimaanlage wird durchgehend gelaufen sein bei Temperaturen jenseits der 30 Grad...


    Taxi Fahrer konnte leider kein Englisch und mein Spanisch reichte für ein Interview nicht aus😁

    Hallo PowerJo,


    ich stand vor einem ähnlichen Problem. Bei mir wäre zwar Empfang auf dem Hof, wäre zu weit weg vom WLan. Obwohl die Wallbox mittlerweile umgesetzt wurde näher zum Haus :)


    Größeres Problem noch ist der Go E Charger, bei mir zumindest, der bei mir keinen Mid Zähler hat was zumeist Vorrausetzung vom AG ist zum abrechnen ist.

    Ich werde es jetzt über ein Locio Link One Kabel lösen, welches einen eingebauten MID Zähler hat der sich per Bluetooth mit dem Handy verbindet und somit die Daten übermitteln kann. Hast dann "nur" ein zweites AC Kabel.

    Dann müsstest du dir das gefrickel mit dem Lan über Stromkabel sparen können. Du müsstest nur ggf. extra das Kabel kaufen, bei mir wird es vom AG gestellt weil er direkt darüber abrechnen kann.


    ABER: Leider alles Theorie, da der Enyaq noch nicht da ist :) Hab also noch keine konkreten Erfahrungen.

    Ob die Dauerbelastung gut für deine Steckdose ist, kann ich dir leider nicht sagen. Da können die Elektriker hier mehr zu sagen.

    GiMichael Danke erstmal für den Input. Irgendeine halblegale Bastel Lösung will ich auch nicht anstreben.

    Dachte eigentlich das der LinkTwo die Lösung meines Problems wäre, der scheint wohl neu zu sein und kommt erst diesen Sommer raus. Ist explizit als "Adapter" für Wallboxen mit Kabel angepriesen(siehe Link) inkl. 4 Meter Kabel.


    LinkTwo Ladeadapter inkl. 12 Monate Light-Lizenz, 11kW, 3-phasig (inkl
    Mit dem intelligenten Ladeadapter LinkTwo können FahrerInnen von Dienstwägen den Stromverbrauch Ihrer Ladevorgänge an Ihrer Ladestation mit angeschlagenem…
    shop.locio.de


    Dann muss ich im Zweifel mal das Feedback seitens Locio abwarten oder im Worst Case nur im Büro laden 😐