Beiträge von marc1234

    Es gibt 100 „kreative“ Gründe, um Preise zu rechtfertigen, und auch deren Erhöhung.

    Kenne das aus verschiedenen Branchen, auch aus der Strombranche.

    Hat aber so manches Mal nichts mit ökonomischen Realitäten zu tun.

    Die meisten Energieversorger sind staatlich kontrolliert, und wären deswegen schon eher der Wohlfahrt als dem Profit verpflichtet. Gewinne staatlich kontrollierter Unternehmen sind, abgesehen von der Schaffung notwendiger Investitionsreserven, indirekte Steuern. Deswegen begrüsse ich die Initiativen der Youtuber.

    Es wäre möglich, man müsste allenfalls die rechtlichen Grundlagen dafür schaffen, aber der politische Wille dafür ist nicht da. Und wenn die Eigentümer "ungestraft" weiter abzocken dürfen, dann tun sie es. Das Geld scheint sowieso buchstäblich auf der Strasse zu liegen (Steuer nach Leistung, Road Pricing, etc.)

    Finde es etwas fragwürdig, wenn Abzocke an der Ladestation erlaubt sein soll, währenddem man jahrelang auf die ach so gemeine Öllobby und OPEC geschimpft hat, die ja (angeblich) die allergrössten Abzocker sind.

    ?


    Die haben ihr Netz ohne Subventionen errichtet. Wenn Tesla nicht gewollt hätte, hätte sie keiner zwingen können.

    hatte mich unklar ausgedrückt. Tesla hatte Anfragen zur Öffnung ihres Ladenetzes und es hat doch gedauert, bis sie ja gesagt haben.

    Aber ein gutes Beispiel: Tesla hat das Netz alleine von Anfang an aufgebaut ohne Subventionen. Heute lädt man dort ohne Roaming in der Regel schnell zu recht günstigen Tarifen.Warum soll das EnBW und Andere nicht können?

    Wie vorgeschlagen: Preisobergrenze beim Ladetarif, staatliche Unterstützung beim Ladeinfrastrukturaufbau. Die Ladenetzbetreiber sollen fair entschädigt werden, und wir können zu fairen Tarifen laden. Und weg mit all den versteckten Gebühren ohne Mehrwert wie Standgebühren, Basisgebühren, Roaming etc.

    Über vernünftige Standgebühren kann man diskutieren, um zu verhindern, dass Ladeplätze als Parkplätze missbraucht werden.

    Es kann nicht sein, dass sich vornehmlich staatlich kontrollierte Unternehmen mit E-Mobilität die Taschen vollmachen. Im Endeffekt sind das verdeckte Steuern. Wenn sie wenigstens zweckgebunden für die Strasse verwendet würden, denn mit dem Umstieg auf die E-Mobilität brechen die Einnahmen aus Treibstoffzöllen weg, die ersetzt werden müssen.

    Vielleicht radikal, aber

    1. Roaming wird verboten.

    2. Debit- und Kreditkarten sind von den Ladesäulenbetreibern als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

    3. Der verlangte Ladetarif darf nicht um mehr als 30% höher sein als der Haushaltstarif.

    4. Die Errichtung einer Ladesäuleninfrastruktur wird staatlich gefördert, steuerlich begünstigt oder finanziert durch Strassenabgaben (Benzinsteuer, Vignette, KFZ-Steuer etc.)

    Sowas in die Richtung wär doch mal echte Förderung von Elektromobilität.

    Die Pedition verpufft weil die den falschen Adredressat hat. Keine demokratische Regierung wird einem privaten Unternehmer die Fingernägel schneiden. Die zahlen Umsatzsteuer.

    Wer klever ist und investiert mindert seine Umsatzsteuer.

    Das würde ich so nicht unterschreiben.

    Wieviele Unternehmen oder zumindest Arbeitsplätze wurden in den letzten 3 Jahren aus Deutschland wegverlagert. Sogar ein Wärmepumpehersteller fühlt sich ausserhalb von Deutschland wohler.

    Das sehe ich teilweise anders. Hierzu muss man aber die Ursachen verstehen. EnBW hat ihre Marktmacht mit den meisten Ladepunkten in DE genutzt und sehr geschickt hohe Preise für Roaming-Anbieter im Markt durchgedrückt und gleichzeitig die eigenen Preise zum Endkunden schön niedrig gehalten. Damit haben sie alle anderen Ladekartenabbieter zu hohen Preisen im Roaming gezwungen. Diese versuchen Verluste zu vermeiden, auch wenn sie aufgrund weniger Ladepunkte bei eigenen Säulen durch dieses Preiskonzept keine wirklichen Marktanteile gewinnen können.


    Solange Endkunden diesen Mechanismus nicht durchschauen und nur auf die Endkundenpreise schauen und vergleichen (weil das Preiskonstrukt dahinter intransparent ist), wird sich daran nichts ändern. Ich sehe jedenfalls nicht, dass EnBW Ladesäulen und Ladekarten im großen Stil gemieden also quasi boykottiert werden. EnBW ist die Ursache für die hohen Roaming-Preise und das würde sich nur ändern, wenn diese Strategie nicht zum Erfolg führt (mehr Umsatz, mehr Gewinn). Mal ehrlich, wer versteht denn das überhaupt. Also ist EnBW erfolgreich und macht weiter so.


    Es bleibt nur die Politik, die diesen Mechanismus der hohen AdHoc Preise mit hohen Roaming-Preisen mit gleichzeitig niedrigen Preisen an den Säulen des eigenen Unternehmens verbieten könnte. Im Moment ist das aber nicht der Fall. In weiten Teilen der Bevölkerung ist E-Mobilität unwichtig oder sogar ein Hassobjekt (linksgrün versifftes Zeug), und die Anzahl der E-Autofahrer mit viel Langstrecke ist zu gering. Es spielt einfach keine Rolle, wenn man wiedergewählt werden möchte.

    Wie haben das wohl die Tankstellenbetreiber hinbekommen? Ich hab an der Tanke nirgendwo Roaming zahlen müssen.

    Wem gehört EnBW? gemäss Wiki zu 93.5% der öffentlichen Hand. Ist deswegen der Wucher und Abzockerei statthaft? Höchste Zeit, dass das Bundeskartellamt hier einschreitet.