Beiträge von SAXI

    Du schreibst ja, dass ALLE Eigentümer einverstanden sein müssen.

    Das ist doch aber nicht so. Jeder Eigentümer hat das Recht dazu und hat, so verstehe ich es, eine Informationspflichts ggü. den anderen

    Genau das ist nämlich nicht der Fall.

    Natürlich muss jeder Eigentümer einverstanden sein, wenn am Gemeinschaftseigentum Veränderungen vorgenommen werden.

    Es gehört ja auch allen.

    Praktisch können Sie jede Maßnahme erst einmal verweigern. Du darfst Dir dann die Wallbox auf dem Rechtsweg erstreiten.

    Theoretisch können Sie die Wallbox nicht verhindern, aber sie können die Art der Installation, den Installationsort, den ausführenden Betrieb usw. mitbestimmen. Dafür sind sie ja Eigentümer.


    Deshalb hilft es dir im Streitfall nichts, wenn Dein Vermieter dir die Erlaubnis gibt, Du aber die Maßnahme auf eigene Kappe durchführst.

    In der heutigen Zeit halte ich die Sofortüberweisung für die zeitgemäßere und vor allem preiswertere Alternative.

    Die allerdings auf 15.000€ pro Überweisung begrenzt ist und ebenso Gebühren kostet.

    Wir mussten auch in mehreren Etappen überweisen und haben ca. 30€ an Gebühren bezahlt.

    Dafür hatte ich den Schlüssel und die Papiere schon in der Hand, die Zulassung war schon erledigt, der ENYAQ war vorklimatisiert und aufgeladen und ich habe eine risikolose Zahlungsabwicklung gehabt. Dafür zahle ich dann auch gerne den ein oder anderen €

    O.k. ich gebe zu, dass die Finger zum tippen mal wieder schneller waren als das Hirn zum Denken.

    Ja in der Theorie kann der Mieter den Antrag stellen.

    Dann ist erst einmal der Antrag gestellt. Um die Förderung aber auch zu erhalten muss hinten raus alles passen. Die Rechnung darf dann nicht auf den Eigentümer oder die WEG laufen, du benötigst eine schriftliche Erlaubnis von Eigentümer usw.


    Da gibt es, wenn du das als Mieter in Auftrag gibst, gleich mehrere Fallstricke.


    Ist die Infrastruktur des Hauses überhaupt für >1 Wallbox ausgelegt? Oder wollen die anderen Mieter dann auch eine?

    Braucht man ein Lastmanagement?


    Du musst auch sicherstellen, dass alle Eigentümer einverstanden sind (je nach Größe der WEG scheitert es ja schon daran, die Eigentümer zu kennen)

    Wenn einer nicht einverstanden war musst du vielleicht alles wieder zurück bauen und erst mal Dein Recht auf eine Wallbox einklagen.


    Wer übernimmt die Haftung, wenn bei der Maßnahme etwas schief geht?

    Überspitzt: Elektriker fackelt die Butze ab und hat seine Haftpflichtversicherung nicht bezahlt, usw.


    Der einfachere und sichere Weg ist zweifelsfrei über die Eigentümer, denn die müssen ohnehin zustimmen.


    Ich mache das gerade für unsere WEG durch und habe erst einmal alle Mieter gefragt, ob sie sich in den nächsten zwei Jahren eine E-Auto zulegen würden.

    2 haben Ja gesagt, einer vielleicht.

    Jetzt kläre ich gerade mit Elektriker, Netzbetreiber und den Eigentümern, was überhaupt möglich ist, ob wir ein Lastmanagement brauchen, etc und was für Kosten auf uns zu kommen.

    Danach wird es eine Frage des Geldes sein, was die Mieter bereit sind zu tragen und was die Eigentümergemeinschaft bereit ist dafür zu investieren.

    Ich würde daher aus o.g. Gründen einem Mieter allerdings nicht blind die Erlaubnis zur Umsetzung erteilen und würde auch genau darauf achten, wer die Baumaßnahmen vornimmt.