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Nun zu den Fakten. Ich fahre ca. 30 35 TKm im Jahr quer durch Deutschland und Europa, jüngst von Trier nach Hamburg und dann ganz runter bis zum Bodensee und über Frankreich wieder zurück. Ich lade (fast) ausschließlich bei Ionity. Meine Ladeerlebnisse sind durchweg positiv. Große Verfügbarkeit, Säulen fast immer funktionsgerecht, auch wenn bei den ganz alten Säulen öfters das Display ausfällt. Und die 39 Cent pro kWh im Abo Ionity Power (120 EUR GG pro Jahr bzw. 10 EUR pro Monat im Jahresabo) sind unschlagbar. In Frankreich 🇫🇷 zahlte ich gerade mal 33 Cent pro kWh. Wer bietet Dir das? Ich halte Ionity nach wie vor für den Premium-Anbieter mit dem besten und größten Schnellladenetz entlang der Hauptverkehrsstraßen. Und dies zu fairen Tarifenpreisen.
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Ich kann Dir ja bei vielen Aussagen anderer Themen zustimmen und auch hier zu den Punkten der anstrengenden Vortragsweise und der Tatsache das Ionity ein gutes Netz hat, aber das ist doch gar nicht der Punkt. Mir geht es mit Enbw und Ewe in der Hinterhand ähnlich, damit komme ich mit 30k Kilimeter auch klar, ärgere mich aber trotzdem wenn ich nicht dort laden kann wo ich oder das Auto raus muss, sondern mit nach den Ladeparks richten muss. Ich hatte erst kürzlich wieder so ein Erlebnis, dass in einer Tiefarage wo ich aus zeitlichen Gründen laden wollte, auf einer AC-WB ein QR Code war, natürlich kein Handynetz, also keine Preisauskunft und kein Ad-hoc-online-Bezahlen. Also auf gut Glück die EWE probiert, ging nicht. ENBW-Karte ging - 69C/kwh. Imbisse müssen die Preise auszeichnen, aber die Ladesäulenanbieter nicht....
Ich weiß wir hatten das an anderer Stelle schon, aber gerade bei Mitmenschen, welche ansonsten die Probleme "klar" oder zumindest ähnlich wie ich sehen versuche ich es immerwieder:
Das Problem, dass aus allem Möglichen ein Vertragskundengeschäft gemacht werden soll oder mindestens ein Appzwang aufgebaut werden soll, wo dann, sobald genügend Marktmacht da ist der Kunde doch wieder geschröpft wird, ist doch ein sehr akutes Problem, welches alle möglichen lebensbereiche betrifft vom Streamingdienst bis zum Einkaufen.
Stefan Möller zeigt es ja - mit anderen Worten und sachlicherer Art und Weise - auch auf, dass der Markt so nicht funktioniert und es Kundenunfreundlich ist. Irgendwann suchen wir nur noch irgendwelche Rabattcoupons, geben über die Apps noch mehr Daten frei um am Angebot teilnehmen zu können und vergleichen den ganzen Tag irgendwelche Preise um nicht abgezockt zu werden, während eigentlich alle Zahlungsmittel laut Gesetz gleichwertig sein sollten. (ja ich will auch kein Bargeld an der Ladesäule einwerfen können, das ist nicht wirklich zielführend).
Wo wäre denn Deine Schmerzgrenze, z.B. wenn Ionity "wegen hoher Nachfrage" kurz vor Deiner Ankunft den Preis um 15C/kwh anhebt?
Wo er jedenfalls recht hat ist, dass das Marketinggeschwätz ("Ladeerlebnis", "digitales Produkt" etc..) einfach impliziert, dass Kunden als "dumm" angesehen werden. Die schaffen es noch nichtmal an jeden Ladepark nen Mülleimer aufzustellen und zu leeren und fordern wegen der angeblich hohen laufenden Kosten solche teils absurden Preise.
Ob es für manche eine Ausrede ist, weiß ich nicht, aber mir haben mehrere Leute ohne Eigenheim gesagt, dass sie ja gern auf E-Auto wechseln würden, aber das sich auch über günstigere Ladepreise mitfinanzieren müsste und das der Tarifdschungel halt eine Nummer zu anstrengend und unsicher ist...und solche Meldungen wie von Ionity bestätigen sie dann in dieser Ansicht.