Beiträge von Selenium

    [...] egal welche Partei regiert, welches bei uns zum Anlass genommen wird, das sich auch die Mitte der Gesellschaft nicht schämt einen Höcke und die anderen Musk Kumpels zu wählen.

    Die Herausforderung einer Demokratie ist, die Mehrheit der Menschen zu überzeugen, sprich "mitzunehmen". Da ein Volk aber in der Regel nicht nur aus "Bildungselite", sondern auch aus Leuten besteht, die sich gerade so selbst die Schuhe zubinden können, oder auch schlicht keine Lust haben, die gesamte Lieferkette ihrer lieblings Ceranfeldschaber-Marke zu durchsteigen, ist das bei einem 6 Millionenvolk eine ganz andere Nummer, als bei einem 84 Millionenvolk.


    In einer Autokratie (oder Diktatur) kann der Landlord einfach bestimmen, was ab ab sofort gemacht wird. Wir haben aber keine Autokratie. Mit Absicht.


    Wenn sich also unsere demokratischen Parteien nicht am Riemen reissen und beginnen ihre parteiinternen Zwistigkeiten beiseite zu legen und stattdessen, der Mehrheit der Bevölkerung ein wählbares (!) Angebot unterbreiten, laufen wir Gefahr bald doch eine Autokratie zu sein.


    Dieses "wählbar" ist mir wichtig zu betonen. Eine Partei ist ja immer ein Gesamtpaket. Wenn ich also den Energiewende-Gedanken gut, die Gender-Debatte aber Mist finde, ist im schlimmsten Fall das Gesamtpaket für mich insgesamt nicht wählbar... je nach Priorität.


    Ich denke, dass da der Knackpunkt liegt. Akzeptierte (weil notwendige) Politikansätze werden mit nicht akzeptierten (weil überflüssigen) Politikansätzen vermischt. Und das ist für immer mehr Wähler die falsche Kombination, so dass sie es mit einer Alternative für Deutschland versuchen.

    Dänemark ist uns da um einiges voraus. 84% des Stroms kommen aus erneuerbaren/alternativen Quellen. 60% alleine aus Windkraft.


    Man hat viel früher, schon in den späten 90er Jahren, als bei uns angefangen diese Energiequellen auszubauen und man hat das Ausbautempo konsequent bis heute beibehalten. Und jetzt erntet man, was man seit ungefähr 30 Jahren gesät hat in Form von günstigen Energiepreisen.


    Aber man darf Dänemark, ein kleines Land mit gerade mal 6 Mio Einwohnern, mit wenig Industrie, nicht 1 zu 1 mit einer Industrienation wie Deutschland mit 84 Mio Einwohner vergleichen. Die Landfläche von Deutschland ist 8 mal so groß wie Dänemark.

    Dazu kommt, dass in Dänemark nahezu jeder Quadratzipfel an der Küste liegt. Das soll sich ganz gut bei Windkraft machen.


    Was bei dem einen funktioniert muss bei dem anderen noch lange nicht funktionieren.

    Ich habe gerade im Teilekatalog nachgesehen. Die Hochglanzblende ist dort nicht verzeichnet. Es sieht also so aus, dass diese Blende nicht separat wechselbar ist. Das würde bedeuten, dass wenn dieses Teil mal kaputt geht, muss das gesamte Armaturenbrett ausgetauscht werden und dieses kostet 900€ (zzgl. MwSt. + Arbeitszeit) :huh:


    Also... schön drauf aufpassen, dass es nicht kaputt geht.

    Und aus diesem Grund sehe ich nicht, dass sich der Strompreis nach unten bewegen wird, egal wie sehr dieser für die Erzeuger sinkt. Für den Endkunden wird es perspektivisch weiter immer teurer. Energiewende hin, Energiewende her... die Versprechen von "fast kostenlosem Strom in der Zukunft" kann sich der Endverbraucher in die Haare schmieren. Das wird niemals passieren; dafür werden die Akteure sorgen.