Für die Stadt haben wir den Spring, seine 930kg und die Maße gehören dahin.
Der 50er ist für die Langstrecke, weil dieser mehr Kilometer pro Minute lädt, als die dickeren Modelle.
laut Skoda techn. Daten vom 08.03.2021, die mir gerade vorliegen, ist der WLTP-Verbrauch des iV50 nur minimal geringer, als der des iV80.
(15,2 bis 20,9 iV50 zu 15,2 bis 21,6kWh/100km beim iV80)
Der IV50 hat etwas weniger Luftwiderstand und etwas weniger Gewicht. Ob der Antrieb mit dem deutlich drehmoment-gedrosselten Motor genau so effektiv arbeitet, wie der ungedrosselte Motor, ist nicht bekannt.
Das Minimalleergewicht unterscheidet sich laut dieser techn. Daten um 150kg
Unterstellt, die reale maximale Ladegeschwindigkeit (kW) wäre identisch und während der Ladung konstant, was aufgrund des kleineren Akkus zudem zu schnellerer Alterung führt, würde es daher auch rein theoretisch nur zu minimal mehr Kilometern führen, die der iV50 pro Minute laden kann.
Außerdem:
Der größere Akku kann auch dann noch mit höherer Geschwindigkeit laden, wenn der kleinere Akku z.B. schon zu 80% geladen ist, weil sein Ladezustand, trotz gleicher geladener Energie, dann schlichtweg entsprechend geringer ist.
Die Langstrecke kostet mit kleinerem Akku oftmals mehr Zeit, weil im Zweifel öfter zwischendurch geladen werden muss, was halt jedesmal zusätzlichen Aufwand (sowohl zeitlich, als auch manchmal mehr Kilometer) bedeutet.
Der kleinere Akku muss für die gleiche Gesamtfahrstrecke daher mehr Zyklen durchlaufen, als der große Akku.
Auch das geht auf die Lebensdauer und führt bei gleicher Gesamtkilometerleistung zu schnellerer Degradation.
Bei Langstrecke muss i.d.R. mehr Energie schnell geladen werden, weil man schlicht mit der Energie die z.B. relativ schonend über eine Wallbox geladen wurde, weniger weit kommt.
Von daher würde ich definitiv nicht unbedingt behaupten wollen, dass ein kleinerer Akku für Langstrecke geeigneter ist, zumal dann, wenn man das Auto länger behalten möchte.
Ein Auto mit kleinerem Akku ist m.E. für kürzere Strecken ausreichend und wenn man insgesamt nicht zu viele Kilometer fährt, hält der Akku entsprechend ausreichend lang. Mehr nicht.
Ein großer Akku hat, bis auf das Gewicht und die höheren Kosten (das wirkt sich momentan noch recht deutlich aus, weil die Akku-Entwicklung halt noch nicht wirklich weit fortgeschritten ist...), eigentlich nur Vorteile.
Für Langstrecke sollte es daher ein größerer Akku sein. Das Auto sollte einen kleinen Karosseriequerschnitt und einen guten CW-Wert aufweisen.
Man sollte objektiv sein:
Ein normaler Enyaq hat weder eine besonders kleine Querschnittsfläche, noch einen besonders guten CW-Wert, noch ist er bezüglich der Größe und Akkukapazität als leicht zu bezeichnen.
Das können einige andere E-Autos definitiv besser und auch eine voll verkleidete Radabdeckung reißt den Enyaq bezüglich des CW-Wertes vermutlich nicht raus.
Wenn es dadurch dann noch zu mangelnder Kühlung der Bremsen kommen könnte, würde ich von solchen Selbstversuchen abraten.