Ich bin vor 2 Wochen im Skigebiet von 1600m auf 450m runtergefahren, Distanz 15 km Fahrt bei einer Fahrdauer von ca. 25 Minuten. Obwohl das ein ordentlicher Höhenunterschied ist und ich teilweise auch Verbrauch von -40 kWh hatte, konnte sich der Akkustand gerade mal um 5% erhöhen. Ich habe bewusst so gut es ging rekuperiert und kaum mit Fussbremse gebremst.
Ich glaube, die Hoffnung vieler ist hier einfach zu gross. Wir hatten in diesem Forum mal eine Diskussion, wo einige glaubten, am Skiort in den Skiferien im Hotel auf nicht mehr als 80% laden zu dürfen, weil der Akku sich beim Bergabfahren schnell auf 100% lädt und der Enyaq dann nicht mehr rekuperieren kann. Das ist in der Praxis einfach nicht realistisch, wenn man nicht grad am Stück vom Gipfel der Zugspitze ins Tal fährt.
Dein Beispiel deckt sich recht gut mit meiner Beobachtung aus Post #591.
Ich hatte auch etwa 1200Höhenmeter auf ca. 20km Fahrstrecke in 20min. Start bei kaltem Akku mit 80% und unten waren es 85% mit ca. 30km mehr angezeigter Reichweite als bei Start.
Ich finde die Werte ganz ordentlich; logisch gibt es Wirkungsgradverluste beim Rekuperieren und es laufen diverse Verbraucher (Wärmepumpe, Sitzheizung, Radio, Scheinwerfer, ...). Da sind 5% mehr Akkustand und 30km mehr Reichweite nachdem ich ja bereits 20km zurückgelegt habe doch nicht schlecht.
Einzig was mir nicht ganz klar ist, ist dass ich (temporär) höher rekuperiere als mir als max. Ladeleistung angezeigt wird (vgl. Post #591). Ich habe aber keinen Dongle und Carscanner, berufe mich somit ausschliesslich auf die Anzeigen im Infotainment von denen wir weder die Auflösung/ Abtastrate noch Verarbeitung/ Glättung kennen.