Man will es nicht realisieren. Gehen tut‘s sicher. Die CPOs wollen halt von ihren hohen B2B-Preisen nicht runter. Und in Folge ist es für Haushaltsstrom-Anbieter finanziell nicht attraktiv, gleichzeitig als Fahrstrom-Anbieter aufzutreten, und den Fahrstrom zu gleichen Preisen wie den Haushaltsstrom anzubieten.
Gedankenexperiment:
Ich beziehe Haushaltsstrom über EWE. Knapp 31 ct/kWh Arbeitspreis.
Ich nutze EWEgo für Fahrstrom. Da zahle ich heute 52 ct/kWh bzw. im Roaming 62 ct/kWh.
Warum sollte EWEgo technisch nicht in der Lage sein, mir als Haushaltsstromkunde einen Vorzugstarif mit ebenfalls 31 ct/kWh für den Fahrstrom anzubieten? Egal ob an eigenen Säulen oder im Roaming? Das ist doch nur eine Frage der Tarifgestaltung.
HAL01 Verstehe mich nicht falsch: ich bin bei dir. Das ist nicht realistisch und wird so nicht kommen. Denn im Gegensatz zum Beispiel zum Mobilfunkroaming ist das Produkt / die Dienstleistung ja nur auf den ersten Blick überall identisch. Ja, der Strom besteht überall aus Elektronen. Aber an den Säulen gibt es Mehrwert-Dienstleistungen im Vergleich zum Haushaltsstrom. Am Ladepark stehen Toiletten. Die müssen betrieben werden. Da gibt’s Mülleimer. Die müssen geleert werden. Und einen Winterdienst etc. braucht man auch.
Dadurch erwarte ich persönlich auch nicht, dass die ich zum selben Preis wie zu Hause laden kann. Aber… schön wäre es natürlich trotzdem 😉 und technisch sehe ich wie gesagt keine Hindernisse.