Beiträge von Kletterix

    Rekuperation setzt nur situativ ein – zum Beispiel wenn das Navi erkennt, dass ich abbiegen muss, oder wenn ich mich einem vorausfahrenden Fahrzeug nähere.

    Deshalb sehe ich keinen wirklichen Vorteil darin, zusätzlich manuell auf „N“ zu schalten, um zu segeln. Das Auto macht das ohnehin selbst und kann bei Bedarf sofort wieder rekuperieren. In „N“ würde ich mir diese automatische Steuerung sogar teilweise nehmen.

    Genau dieses automatische Rekuperieren stört mich.


    ICH möchte festlegen, wann das Auto langsamer wird und wieviel Sicherheitsabstand ich für angemessen halte. (Diese dauernde Bevormundung ist für mich eines der größten Nachteile dieses Autos. Aber ich bin auch nur alte Schluffen gewohnt, bei denen sogar die Fenster nur auf Kraftaufwand, nicht auf Knopfdruck reagieren.)


    Es ist bei mir mittlerweile (nach jetzt 12 tkm auf dem Enyaq) ein Automatismus, den Ganghebel zwischen N, D und B so zu schieben, dass das Auto auch bei leichtem Gefälle Tempo aufnimmt, ohne dass ich Strom geben muss, und früh genug in D und/oder B zu schalten, um ohne mechanisch zu bremsen vor dem nächsten Hindernis auf angemessenem Tempo zu sein.


    Dadurch kann ich Reku-Strom "ernten", ohne zuvor beschleunigen zu müssen. Das überkompensiert den Verlust an Reku-Strom nach meiner Einschätzung bei weitem, der durch Verzicht auf die automatische Steuerung entsteht.

    Danke für den Hinweis auf den Spritmontor. Der Analog-native lernt immer gern dazu.


    Die dort gemachten Aussagen beruhigen mich deutlich. Denn trotz erst kurzer Nutzungs- und Erfahrungsdauer mit meinem ersten Stromer liege ich im/unter dem Bereich der dort genannten Werte.

    So hirnfrei können meine Versuche/Bemühungen um stromeffektive Fahrweise also nicht sein. (Da schließt sich der Kreis zum Thema dieses Threads; Leerlauf-Rollerei in "N".)


    Es geht mir dabei nur am Rand um den letzten zu sparenden Cent. Dann dürfte ich nicht mit einem Auto, das soviel kostet wie ein etwas abgegriffenes Haus, zu Arbeit in den Wald fahren.


    Es geht um Reichweite - und um die Greta in mir.

    Der Enyaq bietet die Möglichkeit direkt zu sehen, was wirklich Energie kostet.

    Trete ich meinen Benziner in dem Hintern, erkennen ich die Folgen nur abgeschwächt und verzögert als verwischten Durchschnittswert an der Tanke.


    Beim Stromer gibt es die Quittung sofort im Display.

    Also ehrlich:


    Mich nervt das Knacken beim Losfahren mächtig! Klingt nicht gesund - und ich glaube nicht, dass das der Trommel und den Belägen nichts macht. (Aber ich bin Forstwirt und kein Automechaniker. Kann sein, dass die Belastung beim Bremsen während der Fahrt viel höhere Kräfte freisetzt. Aber wenigstens knackt es dann nur, wenn wirklich was im Argen liegt.)


    Mein Enyaq 80x (knapp 50 tkm, fahre ihn seit Nov letztes Jahr) verlangt aber auch schon nach 2 Tagen Rumstehen im Carport einen deutlichen Tritt aufs Gas, damit die Backen sich lösen - an manchen Tagen auch zwei Tritte.


    Der Grund für diesen Sermon: Ich habe nicht verstanden, wie ich das Auto ohne Bremsung abgestellt kriege.

    Ich lasse ihn schon die letzten Meter in "N" ins Carport rollen. Aber sobald ich den Popo vom Sitz lüfte, knallt das eingensinnige Bevormundungsmobil die Bremse wieder rein.

    Ätzend!


    Wie soll das mit der Sicherung und dem Gurt gehen?

    Ich bin ganz froh, dass wir in das Thema "Verbrauch" abrutschen, auch wenn es dazu sicher schon einen eigenen Ordner gibt.


    Für mich als E-Auto- und Enyaq-Neuling ist das Thema sehr interessant. Denn ich juckel' erst seit November 25 auf dem Enyaq durch die Welt. In Relation zu meinen bisherigen Autos (und dem Oldi) ist das Auto natürlich eine Sänfte.

    Der Preis dafür ist das Gewicht des Autos. Und damit der Verbrauch. (Das Teil wiegt fast das Doppelte meines Volvo 245, der zu seiner Zeit als Eisenschwein galt.)


    Mein Solateur rechnet pauschal mit 20 kW/100 km. Sogar für seinen Hüpfer aus Rumänien. Und ich komme trotz geizigster Fahrweise im Langzeitverbrauch (bis dato knapp > 8000 km) nicht deutlich unter 21 kW/100 km.


    Ich finde die Angabe exorbitanter Mindestverbräuche, die auch mir auf einer kurzen Teilstrecke mal gelingen, sehr irreführend und nicht hilfreich bei der Entscheidungsfindung für oder gegen ein E-Auto, besonders wenn sie als Durchschnittsverbrauch dargestellt werden.


    Deshalb wäre ich dankbar für die realitätsnahe Angabe von Verbräuchen auf der Langstrecke, die mir zeigen, ob ich noch Luft nach unten habe.


    Ist es vorstellbar, dass der eine Enyaq einen höheren Verbrauch als der modellgleiche andere hat? (Ich weiß von 30 km mehr Reichweite des Coupe im Vergl zu Limou wegen der Stromlinie.) Beim Verbrenner sind ja noch andere Komponenten mit Einfluss auf den Verbrauch denkbar, wie olle Kerzen, versotteter Kat, LMM oppe oder sonstige Fehlerquellen.


    Das gibt es beim Stromer doch nicht, oder?

    Danke für die vielen Meldungen zu meinem Thema.


    Und danke für die Beruhigung, dass mein eigenartiger Umgang mit dem Enyaq-Getriebe nicht absebar zu Schäden führen dürfte.


    Das Problem, das GiMichael beschreibt, existiert bei meiner Fahrweise nicht, denn wenn ich absehbar stehen bleiben muss, rekuperiere ich so weit runter, bis das Auto fast steht. Der Wahlhebel steht also auf D oder B. (Und den letzten Rest "Vortrieb" muss ich ja eh mit der Fußbremse aufhalten.) Also steht das Auto mit eingelegtem Wahlhebel und die Zündung bleibt an.


    Was mich jetzt umtreibt ist Zero-Surfers Aussage, das er mit einem zwei Tonnen schweren Auto auf einen Durchschnitt von 13 kW/100 km kommt. Wenn die Welt nur aus Bergab-Strecken bestünde, könnte ich das auch. Aber ich muss ja irgendwann auch wieder den Berg hoch!

    Was mache ich falsch, dass ich fast stolz bin, wenn ich auf einen Wert unter 19 kW/100 km komme? Bei einem durchschnittlichen Arbeitsweg von 150 bis 170 km pro Außeneinsatz, davon etwa 120 km auf der Autobahn, bei max-speed von 110 km/h auf der Bahn und 10 km/h mehr als erlaubt auf der Landstraße. Allerdings auch 10 bis 15 km im Wald (mit überraschend hohem Verbrauch auch bei langsamer Fahrt). (Ich fahre viel mit Tempomat und stelle den Tempomat aus Faulheit auch in Ortschaften auf die entsprechende Geschwindigkeit ein.) "Eco"-Modus ist selbstverständlich.


    ZeroSurfer, sei so gut und beschreib deine Fahr-Methode. Ich bin Elektro-Neuling und für jeden Tipp dankbar.

    Hallo zusammen,


    meine erste Lautmeldung in diesem Forum (nach den ersten 6500 Kilometern mit meinem Enyaq iV 80 x) ist die Frage nach dem Einsatz der Getriebestellung "N".


    Ich fahre oft in hügeligem Gelände (Sauerland), so dass es sich anbietet, die "Reliefenergie" der Landschaft als Stromquelle zu nutzen:

    Oben auf dem Berg Strom geben, dass es soeben bis zur Hangschulter reicht, dann den Wählschalter auf N stellen:

    Das Eisenschwein nimmt dank hervorragender Rolleigenschaften recht flott Fahrt auf. Wenn ich langsamer werden muss, lege ich D (oder bei Bedarf B) ein und rekuperiere tüchtig, ohne vorher aus dem Akku beschleunigt zu haben. Wenn ich langsam genug bin schalte ich wieder auf N. Der enyaq nimmt wieder "stromlos" Fahrt auf. Und ich kann zurückschalten auf D / B, wenn es wieder eng wird.


    So komme ich nach ca. 30 km Fahrt von Zuhause bis nach Hagen auf 15 km mehr Reichweite als zu Beginn der Fahrt.


    Meine Frage;


    Füge ich dem Getriebe Schmerzen zu, wenn es auf "N" rollt und häufig auf D / B geschaltet wird?


    In der unlesbaren Enyaq-Dokumentation finde ich dazu nix. Und in den hiesigen Forenbeiträgen habe ich bislang auch nichts dazu gefunden.

    Hat jemand Erfahrungen dazu gemacht?


    Oder ist damit vielleicht das "segeln" gemeint, von dem so oft die Rede ist, ohne den Begriff mal sauber zu definieren?


    Danke für Eure Expertise.