Beiträge von RoyF

    da kommt ein Diesel-Dieter

    Nein, hier kommt kein Diesel-Dieter 8o


    Es ist ein Dienstwagen. Ich hatte die freie Auswahl und habe mich für ein E-Auto entschieden, weil

    a) ich davon überzeugt bin, das diese Technologie aus verschiedenen Gründen die Richtige ist

    b) die Probefahrten Spass gemacht haben

    c) die steuerliche Behandlung sehr attraktiv ist (sollte man auch ehrlicherweise zugeben!)


    Meine ausgiebigen Probefahrten im Sommer 25 führten zum Enyaq. Mir war damals schon klar, dass die WLTP Reichweite niemals erreicht werden wird, aber 400 - 450 km erschienen machbar. Damit hätte ich kein Problem, bei der Strecke fällt definitiv eine Bio-Pause an -> Ladestop.


    Das Auto kam Anfang Januar, wir hatten auch mal wieder einen normalen Winter (d.h. kalt) -> die Reichweite sah ganz anders aus als im Sommer. Seitdem habe ich das Gefühl, pausenlos an der Ladesäule zu stehen.

    Ich schaute immer häufiger nach der aktuellen Verbrauchsanzeige und versuchte mit Fahrweise, ECO-Modus und Sitzheizung statt Klimanalage irgendwie die Reichweite zu verbessern -> ohne nennenswerte Erfolge.


    Spätestens nach den negativen Erfahrungen mit einigen Ladesäulen (die letzten zwei waren EnBW 300kW), beschlichen mich Zweifel, ob meine Entscheidung doch etwas blauäugig und für mein Fahrprofil nicht optimal war.

    In dieser Situation habe ich diesen Post eröffnet. Erklärt vielleicht manche Formulierung.


    Werde jetzt, wie bereits geschrieben, den Akku auf 100% laden, mutiger entladen (< 10%) und auf den Sommer hoffen ....


    Danke für die Hinweise und Antworten

    :thumbup:

    Vielen Dank für das Feedback.


    @eSwimmer-77

    Problem gelöst, das erklärt die Differenz. Die fehlenden Kilometer wären mit den letzten Prozent'chen aus dem Akku gepurzelt.

    Anfängerfehler. Jeder Profi fährt in der realen Welt immer von 100 bis 0% Akkukapazität. :saint:


    @OnkelB

    Du hast Recht, der WLTP meiner konkreten Konfiguration beträgt nur 544km. Der erwähnte Winterabschlag von ca. 30% und 72% genutzter Akkukapazität erklären damit ziemlich genau meine gemessene Reichweite.

    300 - 330km reale Reichweite im Winter bei langsamer Fahrweise Autobahn scheinen also normal zu sein.

    Es wäre schön, wenn die Hersteller zusätzlich zum WLTP auch Angaben zu Autobahnfahrten im Sommer/Winter veröffentlichen würden.


    @LT35

    Eine Kennzeichenerkennung hat mein Enyaq leider auch nicht. Verkehrszeichenerkennung muss reichen. :)

    Zu den erwähnten Effizienzvorteilen des BEV:


    1. Technische Betrachtung

    Die Energieeffizienz eines BEV ist bedeutend besser gegenüber einem Verbrenner. Ist Fakt!


    2. Praktische Betrachtung (aus Sicht des Anwenders):

    Den notwendigen erheblich größeren Energievorrat in Form von flüssigem Kraftstoff kann man "an jeder Ecke" in 5 Minuten auffüllen und wieder 600 - 1000 km fahren.

    Der Kostenvorteil der besseren Energieeffizienz des BEV verpufft bei Nutzung öffentlicher DC-Ladesäulen mit Preisen > 50ct/kWh.


    (Ausschließlicher Vergleich der praktischen Nutzung als "Kilometerfresser", ohne Berücksichtigung von Aspekten wie endliche fossile Rohstoffe, CO2-Ausstoß, Emissionen etc.)


    Oder sehe ich das falsch?



    Der Travel-Assist funktioniert sehr zuverlässig. Ich musste nur die automatische Anpassung an erkannte Geschwindigkeiten deaktivieren. Ist ein sehr entspanntes Fahren.


    Ich fahre im Jahr ca. 35 - 40.000 km, überwiegend Autobahn. Je nach Wetter und Verkehrslage (bisher) gerne mit 150/160 km/h (im Verkehrsfluss mitschwimmen). Das würde mit dem Enyaq zu häufigen Ladestopps und entsprechenden Kosten führen (DC-Ladesäulen). Werde mich wohl anpassen müssen!

    Ich hoffe auf deutlich bessere Reichweite im Sommer, funktionierende Ladesäulen und werde vor längeren Fahrten entgegen dem Ladeoptimierer auf 100% aufladen.

    Nochmals Danke für die Infos.


    Abschließend noch 2 Fragen:


    Wie funktioniert die Handerkennung am Lenkrad? Druck oder Kapazität? Haben trockene oder feuchte Hände einen Einfluss? Ist die Kontakt-Position wichtig?


    Fahrt ihr wirklich bis zur Restkapazität von 0%, weil dann noch ausreichend stille Reserve vorhanden ist? Ich habe aktuell 10% Restkapazität am Ziel konfiguriert.

    Hallo, nach vielen Jahren Passat (Dienstwagen) fahre ich seit Januar 26 einen Enyaq RS (Softwareversion 5.6, Vollausstattung, 20" Räder).
    Anbei meine ersten Eindrücke:


    Positiv:

    + Fahrgefühl, Agilität, Beschleunigung, Lautstärke - das Fahren macht richtig Spass!

    + Innenraum Qualitätsanmutung


    Negativ:

    - Die reale Reichweite im Winter ist erschreckend gering, Autobahn mit Tempomat 110 km/h (durchschn. Geschwindigkeit = 98 km/h), bei 270 km war Schluss (von 80% auf 8%, Klimaanlage ausgeschaltet). Dem gegenüber steht eine WLTP-Angabe von 580 km! Was passiert, wenn ich schneller fahren möchte?

    - Bei eingeschaltetem TravelAssist nervt die Lenkrad-Warnung. Nur wenn beide Hände vollständig das Lenkrad fest halten, ist Ruhe. Wie in der Fahrschule. Ohne TravelAssist ist der Enyaq wesentlich toleranter - da reichen auch 3 Finger.

    - Der Spurhalte-Assistent hat Schwierigkeiten mit sehr schmalen Strassen. Er zieht immer in die Straßenmitte. Kenne ich schon vom Passat. Habe die Deaktivierung als Favorit abgelegt, leider nervt hier die Nachfrage " Möchten Sie wirklich abschalten?" - ein sinnloser Klick mehr.

    - Die Kennzeichenerkennung ist deutlich schlechter als beim Passat. Scheinbar überstimmen falsche Kartendaten die per Kamera erkannten Schilder.

    - Das ausgewählte DCC-Fahrprofil ist nach jedem Neustart weg - steht immer wieder auf Standard.

    - Der Enyaq wirkt im Vergleich zum Passat etwas poltriger auf schlechten Straßen und unruhiger bei hohen Geschwindigkeiten (Fahrstabilität bei 180 km/h).

    - Der Schlüssel ist eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Passat. Die Tasten sind kaum zu fühlen (bei "Blindbedienung" aus der Jackentasche) und funktionieren sehr unzuverlässig - zu Teil mehrfach drücken notwendig, sehr kurze Reichweite.

    - Habe bereits mehrfach Probleme an öffentlichen Ladesäulen gehabt, Verbindungsaufbau abgebrochen bzw. ganz schlechte Ladeleistung (< 5kW). Wechsel an eine andere Säule behob jedesmal das Problem.


    Mein bisheriges Fazit: Durchwachsen, ich tendiere wegen Reichweite und praktisch fahrbarer Geschwindigkeit (nur noch im Schleichmodus, um anzukommen) eher zum Verbrenner.


    Fragen:

    Winterreichweite:

    Decken sich meine Ergebnisse (< 300km bei sachter Fahrweise im Winter) mit euren Erfahrungen oder hat mein Fahrzeug einen zu hohen Verbrauch (Defekt, unfähiger Fahrer)?


    Lenkrad-Warnung:

    Gibt es hier ähnliche Erfahrungen? Sind meine Hände einfach zu trocken (eincremen, befeuchten?)


    Ladesäulen:

    Habe ich Pech mit den Ladesäulen gehabt (Säulen defekt) oder gibt es bekannte Probleme beim Verbindungsaufbau und Aushandeln der Ladeparameter? Mach mir Sorgen, was passiert, wenn der Akku nahezu leer ist und keine 2. Säule in der Nähe ist.